Trump und die neue Weltordnung, wie sie auf der Münchner Sicherheitskonferenz vom 14. bis 16.2. 2025 vom US-Vizepräsidenten verkündet wurde, erzeugte gehörige Schockwellen, die in der EU noch immer andauern.
Bislang galt das jährliche Treffen als feste Bestätigung der transatlantischen Partnerschaft.
Seit mehr als 60 Jahren wird in diesem Forum die Einigkeit zwischen den USA und Europa zelebriert.
Allerdings übten vor allem die Amerikaner des Öfteren heftige Kritik an der Lastenteilung im Bündnis.
Die Konferenz war aber stets von einem intensiven Austausch über gemeinsame Herausforderungen geprägt.
Doch anstatt das transatlantische Bündnis zu feiern oder zumindest zu bekräftigen und statt einen gemeinsamen Kurs in der Ukraine gegen Wladimir Putin zu diskutieren, bleibt diesmal von der Konferenz eine dramatische Wende in Erinnerung.
Die große Frage vor der Münchner Sicherheitskonferenz war, wie der neue / alte US-Präsident Donald Trump mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine umgehen würde.
Sein Vizepräsident J.J. Vance stellte zum Entsetzen der Anwesenden das gemeinsame transatlantische Wertefundament grundsätzlich infrage.
Dieser verkündete unverhüllt die US- Absichten unter dem Motto: Trump und die neue Weltordnung.
Er übte scharfe Kritik an den europäischen Demokratien, die sich angeblich dem wahren Volkswillen gegenüber zunehmend verschließen würden.
Sein geschmackloser Vergleich Europas mit der späten Sowjetunion, empörte nicht nur die westeuropäischen Vertreter, sondern wirkte wie ein dröhnender Paukenschlag.
Mit der Rede von Verteidigungsminister Pete Hegseth bei der NATO, dem Telefonat von Trump und Putin wenige Tage vor der Sicherheitskonferenz missachtet die Regierung Trump ihr Versprechen: Nicht ohne die Ukraine über die Ukraine verhandeln!
Der Auftritt des Sonderbeauftragten für die Ukraine, General Kellogg, in München ging in die gleiche Richtung.
Mehr dazu finden Sie in einem Beitrag des Online- Magazins IPG (Internationale Politik und Gesellschaft) im PDF-Format.
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